Ford-Taufe
60jähriger Feuerwehroldtimer „Tauni“ nach 2,5 Jahren Restauration feierlich eingeweiht
Am vergangenen Samstag fand im Rahmen einer festlichen Veranstaltung die Einweihung des restaurierten, 60 Jahre alten Feuerwehroldtimer des Feuerwehrvereins Waltenschwil statt. Zahlreiche Gäste, darunter viele Einwohner von Waltenschwil, Sponsoren und Mitglieder der Feuerwehr, folgten der Einladung und feierten dieses denkwürdige Ereignis.
Der Ford Taunus Transit FK war 1965 das erste motorisierte Fahrzeug der Feuerwehr Waltenschwil und leistete viele Jahrzehnte wertvolle Dienste. Anfang der 1990er Jahre wurde das Fahrzeug nach fast 30 Jahren Einsatz ausser Betrieb genommen. Der Transit wurde nicht verkauft, sondern relativ trocken und ohne weitere Pläne in einer Scheune in Waltenschwil eingestellt. Lange Jahre ging der Transit in Vergessenheit, bis ihn 2018 der Feuerwehrverein Waltenschwil wieder aus dem Dornröschenschlaf holte. Es wurde ein Projekt gestartet mit dem Ziel den Transit bis zum 60jährigen Jubiläum 2024 zu restaurieren.
Der Präsident des Feuerwehrvereins, Michael Baur, eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüssung, in der er den grossartigen Einsatz und die Hingabe der beteiligten Vereinsmitglieder würdigte. „Es ist ein stolzer Moment für unseren Verein und für die Gemeinde, dieses historische Fahrzeug in neuem Glanz präsentieren zu können. Unser Ford Transit hat nicht nur eine lange Geschichte, sondern wird auch ein wertvoller Teil unserer Zukunft sein“, sagte Baur. Als Vertreter des Schrauber-Teams informiert Hampi Herde anschliessend über die Durchführung und die Herausforderung der Restauration mit eindrücklichen Vorher-/Nachherbilder. Mit einem Schmunzeln meinte er, es wäre einfacher zu erzählen, was am Fahrzeug nicht restauriert wurde. Der Aufwand war riesig und nahm rund zweieinhalb Jahren intensive Arbeit mit mehr als 1000 Fronarbeitsstunden in Anspruch.
Nun folgten lobende Worte der Gemeinderätin Bettina Galbier, die in ihrer Rede den enormen Fleiss, Teamarbeit und die Leidenschaft des Feuerwehrvereins hervorhob. „Was einst als hässliches Entlein begann, ist nun zu einem prachtvollen Schwan geworden“, so Galbier. „Mit dieser Restauration habt ihr nicht nur ein Fahrzeug zu neuem Leben erweckt, sondern auch die Feuerwehrgeschichte von Waltenschwil um ein Kapitel erweitert.“
Das eigentliche Highlight war aber dann die Einfahrt des Ford Transit. Am Steuer sass ein ehemaliger FW-Kommandant der den Transit mit etwas heiserem Cis-Horn und Blaulicht unter grossem Applaus vor das Feuerwerk fuhr. Der Ford Transit erstrahlt schöner denn je und zieht nicht nur Oldtimerliebhaber in seinen Bann. Nun folgte die Zeremonie der Namensgebung. Der Name «Tauni» wurde unter vielen eingereichten Vorschlägen ausgewählt und ziert ab sofort den restaurierten Oldtimer.
Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Gäste bei gemütlichem Zusammensein stärken. Bei Wurst, Waltin-Bier und guter Stimmung wurde das restaurierte Feuerwehrauto ausgiebig begutachtet und die Gelegenheit zum regen Austausch und auffrischen von alten Geschichten genutzt.
Der „Tauni“, der nun sein neues Zuhause im Feuerwehrmagazin von Waltenschwil bekommt, wird künftig als wertvolles Stück der Ortsgeschichte erhalten und gepflegt. Zudem soll er bei besonderen Anlässen und Festen weiterhin zum Einsatz kommen, um die Tradition der Waltenschwiler Feuerwehr lebendig zu halten. Mit der erfolgreichen Einweihung und der positiven Resonanz der Besucher ist der Feuerwehrverein zuversichtlich, dass das restaurierte Fahrzeug noch viele Jahre als stolzes Symbol für den Zusammenhalt und den unermüdlichen Einsatz des Waltenschwiler Feuerwehrverein dienen wird.